Ein „Vogel“ in der Marienkirche

Derart experimentelle, verträumte und überaus phantasievolle Musikstücke erklangen noch nie in der Marienkirche: Heute konnten die Zuhörer den Kirchenmusiker Rob Bauer von einer neuen musikalischen Seite kennenlernen – gemeinsam mit seiner A-cappella-Band „Crocodile Bird“.

„Crocodile Bird“ – ein ungewöhnlicher Name, der aber viel über die Klangfarbe der Musik verrät: Gemeint ist der „Krokodilvogel“ bzw. „Krokodilwächter“ – eine afrikanische Vogelart, der man nachsagt, sie würde in den Mäulern von Krokodile nach Nahrung suchen. Ob es stimmt? Man weiß es nicht genau, doch es regt die Phantasie an. Das Federkleid der Tiere ist in seiner Farbgebung so charakteristisch, dass sie mit keiner anderen Art verwechselt werden können. Eben diese Unverwechselbarkeit kann auch dem Gesangstrio bescheinigt werden: Verträumte Töne – diese erinnern an das blassgraue Gefieder der Vögel; dazwischen immer wieder gelb-leuchtende Federn, die sich in den fröhlichen Stücken widerspiegeln. Ein schillernder Vogel und ganz viel schillernde Musik in der Marienkirche.

Seit 2014 dichten, komponieren und singen die Musiker all ihre Stück selbst. Singer-Songwriter, wie man heute anerkennend sagt. Ihr Hauptinstrument ist dabei der mehrstimmige A-cappella-Gesang, ihr Stilmittel die Phantasie. So führten „Crocodile Bird“ die Zuhörer durch originelle Klänge in den sonnigen Wald, ans stürmische Meer oder sogar in den Textraum des Prediger Salomos. Eine Hymne an die Nacht beendete dieses besondere Konzert zum Staunen, Träumen und Augenschließen.

Crocodile Bird

Crocodile Bird                Crocodile Bird

Crocodile Bird

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